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  • Warum feiert man eigentlich in Rußland das Weihnachtsfest 13 Tage später als in Westeuropa ?

    Kleine Kalendergeschichte

    oder wo sind die 13 Tage geblieben ?

    Die 13 Tage Unterschied zwischen dem 25. Dezember und dem 7. Januar sind genau die gleiche Diskrepanz wie die zwischen dem 25. Oktober 1917, dem bekannten Datum der Oktoberrevolution, und dem 7. November 1917, dem Tag an dem sie nach westlichem Kalender tatsächlich begann.

    Im Jahre 1699 schrieb man in Rußland das Jahr 7207 nach der Erschaffung der Welt, sorgsam vom orthodoxen Klerus nach der Bibel ausgerechnet.

    Im Dezember 1699 beschloß Zar Peter ( in Rußland der „Erste“ genannt, in Westeuropa der „Große“ ) auf einen modernen Kalender umzustellen. Zu dieser Zeit existierten in Europa im Wesentlichen zwei Kalendervarianten. In allen katholischen Ländern wurde der Kalender von Papst Gregor verwendet, in anderen Ländern, z.B. England, der alte julianische.

    Da dem russischen Zaren Rom, die alte Konkurrentin von Byzanz, grundsätzlich unsympatisch war, entschied er sich für die englische Variante.

    Als man dann in England und seinen Kolonien ( hello USA ! ) im September 1752 auch auf den gregorianischen Kalender umstellte, hat man das in Rußland nicht mitbekommen und blieb schön beim alten.

    In den UNIX-Computersystemen haben die Angelsachsen übrigens ihr Umstellungsdatum verewigt.

    Und zwar in dem Dienstprogramm cal, das den Kalender des aktuellen Monats ausgibt. Man kann aber auch Monat und Jahr als Parameter angeben. Wählt man den September 1752, so sieht man, daß die Engländer in diesem Monat 11 Tage ausfallen ließen.

    In Rußland hat man das dann nach der Oktoberrevolution nachgeholt, indem man auf den 31.01.1918 direkt den 14.02.1918 folgen ließ und so 13 Tage übersprang. Die Kirche bleibt aber bei dem alten Kalender.



    Wie unterscheiden sich julianischer und gregorianischer Kalender ?


    Bis zur Kalenderreform Papst Gregors waren alle durch 4 teilbaren Jahre Schaltjahre. So hatte das Jahr im Durchschnitt 365,25 Tage. Das tropische Jahr dauert aber nur 365,2422 Tage. Dieser Unterschied summiert sich nach 128 Jahren zu einem vollen Tag ( 1 / ( 0,25 - 0,2422 ) = 128,2 ).
    Nicht schlimm für die Spanne eines Menschenlebens. Aber im Laufe der Jahrhunderte würde das Osterfest allmählich gen Sommer wandern. Das war mit Beginn der Neuzeit schon klar. So hat man auf dem Konzil zu Konstanz 1414 nicht nur Jan Hus verbrannt, sondern auch beschlossen, daß eine Kalenderreform her muß. Und schon 1545 im Konzil zu Trient wurde der Beschluß bestätigt !

    Mit der Bulle vom 24.02.1582 ( Datum nach dem alten Kalender ) bestimmte Papst Gregor, daß in diesem Jahr auf den 4. Oktober direkt der 15. Oktober folgen solle. So wurde die schon geschehene Verschiebung ausgeglichen. Außerdem sollen die vollen Jahrhunderte keine Schaltjahre mehr sein, sofern das Jahr nicht auch durch 400 teilbar ist. 1900 und 2100 sind also keine Schaltjahre, 2000 war aber eines. Auf 400 Jahre kommen dann 97 Schalttage. Damit dauert das gregorianische Kalenderjahr im Durchschnitt 365 + ( 97 / 400 ) = 365,2425 Tage und ist so schon ziemlich nahe am tropischen Jahr.

    In Italien, Spanien, Portugal und Frankreich wurde die päpstliche Bulle schon 1582 befolgt. Die meisten anderen katholischen Länder zogen bis 1584 nach. Die protestantischen natürlich nicht. Und die orthodoxen schon drei Mal nicht.

    © Claus Seyfried 2001 Home