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Eine Fahrt nach
Portugal
im August 2003


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    Santa Engracia, ein wunderschöner Barockbau am Campo de Santa Clara, war einst eine richtige Kirche, dient aber heute als nationales Pantheon. So steht hier unter anderem der Sarkopharg von Vasco da Gama.


    Santa Engracia

    Datum der Aufnahme:   28.08.2003
    © Claus Seyfried


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    Vasco da Gama

    Entdecker des Seeweges nach Indien
    *   um 1469 in Sines an der portugiesischen Atlantikküste
    +   24.Dez. 1524 in Cochin, Südwest-Indien

    Über das Leben des jungen Vasco ist wenig bekannt. Er kam wohl im Jahre 1469 als Sohn des Gouverneurs von Sines (sprich: Sinsch) zur Welt. Als junger Bursche nahm er an einem Feldzug gegen Spanien teil. Sehr früh hatte er sich den Ruf eines ausgezeichneten Seemanns und Kapitäns erworben. So wurde nicht etwa Bartolomeu Dias, der schon um die Jahreswende 1487/88 als erster Europäer die Südspitze Afrikas umsegelt hatte, als Befehlshaber für die Erkundung des letzten Teils der Gewürzroute, des Seeweges nach Indien, ausgewählt, sondern der erst 28-jährige Vasco da Gama.

    Ein gewisser Cristoforo Colombo aus Genua hatte den Seeweg nach Indien ja angeblich schon ein paar Jahre zuvor für die spanische Krone gefunden. Er hatte die Angst überwunden, daß er am westlichen Rand der Erdscheibe hinunterfallen könnte, und hatte im Gegensatz zu den Portugiesen mutig den Weg direkt nach Westen genommen. Aber die Portugiesen hatten da so ihre Zweifel, zumal die spanischen Schiffe weder Pfeffer, noch sonst irgendetwas Wertvolles mitbrachten.

    So setzten die Portugiesen weiterhin auf ihre Südroute um Afrika herum, die sie schon seit fast 80 Jahren erforschten. Am 8.Juli 1497 stach Vasco mit vier Schiffen in See, ausgerüstet von König Manuel I., und erreichte am 4.November die Sankt-Helena-Bucht im Westen Südafrikas. Danach umfuhr er das Kap der Guten Hoffnung, erreichte am 25.November die Mosselbai und taufte an Weihnachten das Land nördlich von Durban auf den Namen Natal (= portugiesisch für Weihnachten). Am 7.April 1498 kam er in Mombasa an, wo er zum ersten, aber nicht zum letzten Mal auf arabischen Widerstand stoßen sollte. Zum Schutz ihres Handelsmonopols versuchten die Araber seine Weiterreise zu verhindern. Daraufhin segelte er weiter ins nahe Malindi, ebenfalls im heutigen Kenya gelegen. Die Stadt Malindi stand in Konkurrenz zu Mombasa. Deren Sultan gab ihm einen Lotsen für die Weiterfahrt nach Indien mit. So erreichte er am 20.Mai die Stadt Calicut an der Malabarküste, der Westküste Indiens.

    Er schloß einen Handelsvertrag mit König Samudrin von Calicut und kaufte von den in Europa so unermeßlich teuren Gewürzen so viel ein, wie seine Schiffe tragen konnten. Am 8.Oktober 1498 begann die Rückreise und am 10.Juli 1499 erreichte das erste der vier Schiffe Lissabon.

    Allerdings hatten von 170 Seeleuten nur 55 die Reise überlebt. Die Mehrheit war an Skorbut und anderen Infektionskrankheiten gestorben. Vasco selbst traf erst am 9.September in Lissabon ein, weil er wegen seines ebenfalls an Skorbut erkrankten Bruders einige Wochen auf den Azoren geblieben war. Vasco wurde zum Grafen von Vidigueira und zum Admiral der Indischen Meere ernannt.

    Die Reise hatte dem König ungeheuren Gewinn gebracht. Der Erlös der Gewürze übertraf die Kosten für Schiffe, Ausrüstung und Mannschaften um das 60-fache ! Außerdem war mit den Arabern noch eine Rechnung offen. Denn diese hatten in Indien die ganz vorteilhaften Verträge mit den Gewürzlieferanten verhindert.

    So kam es schnell zu weiteren Expeditionen Richtung Indien. Die zweite wurde von Pedro Alvares Cabral geleitet, der allerdings ein wenig vom Weg abkam und so im Jahre 1500 Brasilien entdeckte. Die dritte Reise im Jahre 1501 stand unter dem Kommando von João da Nova. Bei der vierten Reise aber war wieder Vasco an der Reihe. Dieses Mal mit 21 schwer bewaffneten Schiffen. Abfahrt 1502, Rückkehr 1504. Er legte in Ostafrika Stützpunkte an und schoß allen arabischen Widerstand kompromißlos zusammen. Dieses Mal konnte er seinen Handelspartnern in Indien das Exklusivrecht für den Gewürzhandel mit Europa abtrotzen. So war die Landroute, die jahrhundertelang von den Arabern und Venezianern dominiert wurde, ausgebootet und der Grundstein für Portugals Hegemonie als Seemacht im Indischen Ozean und Portugals Besitzungen in Asien gelegt (Goa, Timor, Macau etc.....).

    Nach seiner Rückkehr wurde Vasco von König Manuel in den Christusorden aufgenommen. Er zog sich auf seine Besitzungen in Portugal zurück und konnte viele Jahre seinen Reichtum genießen. Durch seine Beteiligung an den Handelsverträgen war Vasco zu einem der reichsten Männer seiner Zeit geworden.

    1524 wurde er reaktiviert. Zum „Vizekönig“ ernannt mußte er wieder nach Indien, dieses Mal zwecks Niederschlagung von Unruhen. An Heiligabend 1524 wurde er in Cochin, Südwest-Indien, im Rahmen eines Konfliktes mit einem feindlichen portugiesischen Statthalter ermordet. Seine sterblichen Überreste wurden später nach Portugal überführt. Laut Reiseführer steht sein Sarkopharg im Hieronymus-Kloster. Allerdings ist auch auf diesem Marmorsarg hier in der Kirche Santa Engracia im Zentrum Lissabons unübersehbar sein Name zu lesen.



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